NAP-Pflanzenschutz

Onlineversion
  NAP-Pflanzenschutz
Newsletter
3. September 2018 
© Fotolia - ArtmannWitte
Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Newsletter werden Sie regelmäßig über Aktuelles bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz (NAP) informiert.
Aktuelles
Wissenschaftlicher Beirat NAP fordert weitere Studien zum Insektenrückgang
Der Wissenschaftliche Beirat NAP hat im März 2018 eine Empfehlung zur "International veröffentlichten Studie zum Rückgang der Insektenbiomasse im Raum Krefeld" an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übergeben. Darin heißt es, dass eine unabhängige und wissenschaftlich solidere Basis geschaffen werden muss, um die Auswirkungen der Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf die Biodiversität und die Abundanz von Insekten zu bewerten.

Die Empfehlung des Beirats an die Bundesregierung wurde nun veröffentlicht.
» Zur Empfehlung
Wissenschaftlicher Beirat NAP – Sitzung am 19. und 20. April 2018 in Göttingen

Der Wissenschaftliche Beirat NAP beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung u.a. mit folgenden Themen:

  • Bewertung der kulturpflanzen- und sektorspezifischen Leitlinien des integrierten Pflanzenschutzes: Leitlinie Vorratsschutz
  • Forschungsagenda des Beirats NAP
  • Pflanzenschutz und Biodiversität
  • Resistenzmanagement
» Weitere Informationen zum Wissenschaftlichen Beirat NAP
Quelle: BGL
Leitlinie des integrierten Pflanzenschutzes im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau im Anhang 1 des NAP aufgenommen
Im Anhang 1 des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) werden kulturpflanzen- und sektorspezifische Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz gelistet, die geprüft und abschließend durch das BMEL als geeignet anerkannt wurden. Die Leitlinie des integrierten Pflanzenschutzes im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau hat das Anerkennungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Die Aufnahme der Leitlinie in den Anhang 1 des NAP wurde am 30. April 2018 im Bundesanzeiger bekanntgegeben.
» Zum Bundesanzeiger
» Weitere Informationen zu den Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz
AG "Wald" des Forums NAP – Aktueller Stand
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG) "Wald" trafen sich am 24. April 2018 im BMEL in Berlin. Die Unterarbeitsgruppe „Nachhaltigkeit und Risikominimierung“ hat eine Beschlussvorlage zum "Waldumbau" erarbeitet, welche im Rahmen der Sitzung vorgestellt und diskutiert wurde und aktuell überarbeitet wird. Die Unterarbeitsgruppe "Forschung und Weiterentwicklung von Pflanzenschutzverfahren" stellte ihr aktuelles Arbeitsprogramm vor.
AG "Pflanzenschutz und Biodiversität" des Forums NAP – Aktueller Stand
Die 8. Sitzung der AG "Pflanzenschutz und Biodiversität" fand am 29.05.2018 am ESTEBURG Obstbauzentrum in Jork statt. Die Arbeitsgruppe tauschte sich zu aktuellen Projekten aus und sprach die Einbeziehung von Biodiversitätsmaßnahmen in die kulturpflanzen- und sektorspezifischen Leitlinien zum integrierten Pflanzenschutz an. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildete der Einsatz von abdriftmindernder Technik in Raum- und Ackerbaukulturen. Im Anschluss an die Sitzung hatten die Teilnehmer zusammen mit den Mitgliedern der AG "Pflanzenschutz und Gewässerschutz" die Möglichkeit, die Versuchsflächen des Obstbauzentrums zu besichtigen. Die Mitarbeiter des Obstbauzentrums informierten über aktuelle Versuchsergebnisse sowie praktische Lösungen zum Pflanzenschutz und Schutz der Biodiversität im integrierten Erwerbsobstbau. 
Quelle: Schultz/BLE
AG "Pflanzenschutz und Gewässerschutz" des Forums NAP – Aktueller Stand
Die NAP AG "Pflanzenschutz und Gewässerschutz" tagte am 30. Mai 2018 am ESTEBURG Obstbauzentrum in Jork. Die Teilnehmer informierten sich zu Projekten im Bereich "Pflanzenschutz und Gewässerschutz", beispielsweise zum H2OT-Spot Manager NRW. Der aktuelle Bearbeitungsstand der Themen der Unterarbeitsgruppen "Trinkwasser" und "Ziele, Maßnahmen, Indikatoren" wurde vorgestellt. Ein thematischer Schwerpunkt der Sitzung war der Einsatz von abdriftmindernder Technik in Raum- und Ackerbaukulturen. Am Vortag der Sitzung konnte die AG die Versuchsflächen des Obstbauzentrums besichtigen und sich über aktuelle Versuchsergebnisse sowie praktische Lösungen zum Pflanzenschutz und Schutz der Biodiversität bzw. Gewässerschutz im integrierten Erwerbsobstbau informieren.
» Weitere Informationen zu den Arbeitsgruppen des Forums NAP
Forschung | Praxis
Quelle: Dr. Silke Benz, LWK NRW
Erste Ergebnisse aus dem Demonstrationsvorhaben Droso-Demo-Netz liegen vor
Das vom BMEL geförderte Demonstrationsvorhaben "Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege" (kurz: Droso-Demo-Netz) hat zum Ziel, das Einnetzen von gefährdeten Kulturen als nicht-chemische Bekämpfungsmethode unter Praxisbedingungen zu überprüfen. Weiterhin gilt es, den Optimierungsbedarf zu ermitteln und das Verfahren in der Praxis weiter zu verbreiten. Im Startjahr 2017 sammelten die beteiligten Betriebe erste Erfahrungen in Kirschen und in Beerenobst. Auch konnten erste Ansätze für eine Optimierung des Verfahrens "Einnetzen" identifiziert werden. Die Ergebnisse des ersten Projektjahres wurden in einem Zwischenbericht zusammengefasst, welcher auf der Projektwebseite abrufbar.
» Zum Ergebnisbericht
Berichte | Publikationen
Quelle: BMEL
Flyer "Schutz gegen die Kirschessigfliege" erschienen
Der Flyer stellt das Demonstrationsvorhaben "Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)" vor. Eine nicht-chemische Bekämpfungsmethode gegen die Kirschessigfliege stellt das Einnetzen gefährdeter Kulturen dar. Das vom BMEL geförderte Demonstrationsvorhaben soll das Verfahren in der Praxis weiterverbreiten. Die Projektziele und das Vorgehen des Demonstrationsvorhabens werden im Flyer vorgestellt und erläutert. Für weitere Details werden Ansprechpartner und relevante Internetseiten genannt.
» Zum Flyer
BVL-Bericht zu Notfallzulassungen 2017 veröffentlicht
Der NAP sieht u. a. vor, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln z. B. für das Resistenzmanagement zu verbessern. Auch sollen Maßnahmen zur Sicherstellung ausreichender Pflanzenschutzverfahren durchgeführt werden. Unter bestimmten Bedingungen wie z. B. dem Auftreten neuer Schaderreger stehen Landwirten und Gärtnern keine ausreichenden Maßnahmen zur Verfügung, um hohen Schaden in den betroffenen Kulturen abzuwenden. In solchen Notfallsituationen können nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel für einen begrenzten Zeitraum von 120 Tagen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassen werden. Das BVL berichtet jährlich über die bearbeiteten Anträge für derartige Notfallzulassungen.
» BVL-Meldung vom 14.06.2018
Quelle: BLE / BZL
BZL-Heft "Hecken und Raine in der Agrarlandschaft - Bedeutung - Anlage - Pflege" erschienen
Saumbiotope, wie Hecken und Feldraine, bieten Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Viele Vogelarten finden in ihnen ideale Nistplätze und ein breites Nahrungsangebot. Auch Nützlingen wie Schwebefliegen, Marienkäfer und Spinnen bieten Saumbiotope Ruckzugsmöglichkeiten und Überwinterungsplätze. Ein neu erschienenes Heft vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) stellt an zahlreichen Beispielen die vielfältigen Funktionen der Saumbiotope vor und zeigt, wie sie angelegt, erhalten und gepflegt werden. Das Heft richtet sich an Landwirtschaft, Beratung und Naturschutz gleichermaßen, um durch gemeinsames Handeln zum Erhalt und zur Neuanlage von Saumbiotopen beizutragen. Das BZL-Heft ist kostenpflichtig als Printausgabe oder kostenlos zum Download verfügbar:
» Zum BZL-Heft
BZL-Heft zum Umgang mit Pflanzenschutzmitteln aktualisiert
Pflanzenschutzmittel sollen Kulturpflanzen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräuter schützen. Bei nicht bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung nach der guten fachlichen Praxis kann es zu Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt kommen. Das Heft "Vorsicht beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) gibt praktische Hinweise und Tipps für die Vermeidung dieser Gefahr. Es richtet sich an alle, die Pflanzenschutzmittel anwenden. Das BZL-Heft wurde aktualisiert und ist kostenpflichtig als Printausgabe oder kostenlos zum Download verfügbar:
» Zum BZL-Heft
Quelle: BLE / BZL
Informationsheft zum integrierten Pflanzenschutz als Printausgabe verfügbar
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der integrierte Pflanzenschutz (IPS) als das Leitbild für den praktischen Pflanzenschutz etabliert. Die Umsetzung der Grundsätze des IPS ist sowohl in § 3 Pflanzenschutzgesetz als auch in den Globalzielen des NAP verankert. Im IPS werden vorbeugende, biologische, mechanische, thermische und chemische Verfahren kombiniert, mit dem Ziel, die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß zu beschränken. Ein kürzlich vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) veröffentlichtes Heft beschreibt das Konzept des integrierten Pflanzenschutzes vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse aus Forschung und Praxis. Das BZL-Heft ist jetzt auch als Printausgabe verfügbar:
» BZL-Heft "Integrierter Pflanzenschutz"
DLG-Merkblätter zum Resistenzmanagement im Ackerbau erschienen
Die Vermeidung von Resistenzen gegenüber Pflanzenschutzmitteln hat eine hohe Relevanz für den integrierten Pflanzenschutz im Ackerbau. Das DLG-Merkblatt Nr. 432 "Resistenzmanagement im Ackerbau: Herbizidresistenz" thematisiert die aktuelle Resistenzsituation bei Herbiziden im Ackerbau und zeigt Handlungsmöglichkeiten für die Praxis auf. Es setzt die DLG-Reihe zum Thema Resistenzmanagement fort. Bereits im Herbst 2017 erschien das DLG-Merkblatt Nr. 427 zum Thema Insektizidresistenzen. Ein weiteres Merkblatt zu Resistenzvermeidungsstrategien beim Einsatz von Fungiziden ist vorgesehen.

Die Merkblätter stehen auf der Webseite der DLG kostenlos zum Download zur Verfügung:
» DLG-Merkblatt 432 (Herbizidresistenz)
» DLG-Merkblatt 427 (Insektizidresistenz) 
© kuzina1964 / stock.adobe.com
Neues DLG-Merkblatt zur Artenvielfalt und Biodiversität im Ackerbau veröffentlicht
Die Erhöhung des Anteils von Lebens- und Rückzugräumen in der Agrarlandschaft z. B. für Nützlinge oder Ackerwildkräuter ist ein Ziel, das im Bereich Biologische Vielfalt des NAP verankert ist. Das DLG-Merkblatt Nr. 431 "Artenvielfalt und Biodiversität stärken im Ackerbau" informiert über die wichtigsten Aspekte zur erfolgreichen praktischen Umsetzung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen sowie deren Nutzen und Kosten.
» DLG-Merkblatt 431
Neues Fachbuch zum Management von Pilzkrankheiten im Ackerbau erschienen
Das neue Fachbuch "Management von Pilzkrankheiten im Ackerbau – erkennen, vorbeugen, bekämpfen" befasst sich mit wichtigen Krankheiten, die speziell in den Hauptkulturen Getreide, Mais, Raps, Zuckerrübe und Kartoffeln auftreten. Für eine erfolgreiche Bekämpfung im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes bedarf es eines Verständnisses zur Biologie pilzlicher Schaderreger. Das erforderliche Hintergrundwissen sowie die sich daraus ergebenen möglichen Handlungsstrategien für verschiedene Pilzkrankheiten hat Herausgeber Thomas Miedaner, Professor für Pflanzenzüchtung an der Universität Hohenheim, in seinem Buch zusammengetragen. Das Fachbuch richtet sich an Landwirte, Berater, Landwirtschaftsverwaltung und Lernende in Schulen und Hochschulen. Es wurde vom Erling-Verlag herausgegeben.
» Zum Erling-Verlag
https://www.nap-pflanzenschutz.de/ © stockpics - stock.adobe.com
Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2017
Das Jahrbuch 2017 bietet umfangreiches statistisches Grundmaterial zu diversen Themen aus Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die verschiedenen Tabellen stellen die Entwicklung wichtiger Kennzahlen dar – so beispielsweise zu den Anteilen verschiedener Kulturarten an der Ackerfläche, zur Entwicklung des Ökologischen Landbaus oder zum Pro-Kopf-Verbrauch verschiedener Lebensmittel. Die aktuellen Zahlen und langen Zeitreihen des Jahrbuchs liefern wichtige Hintergrundinformationen zu aktuellen Entwicklungen in der Agrarwirtschaft sowie zur Entscheidungsbildung in der Agrarpolitik. Auch im Rahmen des NAP und der jährlichen Darstellung des Deutschen Pflanzenschutzindexes (PIX) wird auf die Daten der Agrarstatistik zurückgegriffen.
» BLE-Meldung vom 17.04.2018
Termine | Veranstaltungen
61. Deutsche Pflanzenschutztagung (DPST) in Stuttgart
» 11. bis 14. September 2018
12th International Working Conference on Stored Product Protection (IWCSPP) in Berlin
» 7. bis 11. Oktober 2018
4. Sitzung der AG "Wald" des Forums NAP in Berlin (nicht öffentlich)
» 18. Oktober 2018
Innovationstage 2018 "Innovative Ideen – smarte Produkte" in Bonn
» 23. bis 24. Oktober 2018
Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats NAP in Berlin (nicht öffentlich)
» 29. bis 30. Oktober 2018
9. Sitzung der AG "Pflanzenschutz und Biodiversität" des Forums NAP in Kleinmachnow (nicht öffentlich)
» 7. November 2018
9. Sitzung der AG "Pflanzenschutz und Gewässerschutz" des Forums NAP in Kleinmachnow (nicht öffentlich)
» 8. November 2018
Sitzung der Mitglieder des Forums NAP in Bonn (nicht öffentlich)
» 6. bis 7 Februar 2019
Nachweise für in diesem Newsletter verwendete, nicht eigene Bilder in der Reihenfolge der Abbildungen (von oben nach unten): © Fotolia - ArtmannWitte, Quelle: BGL, Quelle: Schultz / BLE, Quelle: Dr. Silke Benz / LWK NRW, Quelle: BMEL,  Quelle: BLE / BZL, Quelle: BLE / BZL, © kuzina1964 - stock.adobe.com, © stockpics - stock.adobe.com

Impressum: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) | Präsident: Dr. Hanns-Christoph Eiden | Deichmanns Aue 29 | 53179 Bonn |
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 114 110 249 |
Geschäftsstelle NAP | E-Mail:
nap-pflanzenschutz@ble.de


Datenschutz | Newsletter abbestellen