Welche Mengen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen in Deutschland produziert und verwendet werden, ist genau dokumentiert: Die sogenannten Versorgungsbilanzen für geben unter anderem Aufschluss über die Erzeugung sowie den Handel mit bestimmten Produkten und wofür sie verwendet werden. Das kann Nahrung für den Menschen, aber auch die industrielle Verwertung sowie die Verwendung als Futtermittel sein. In diesem Zusammenhang geben die Bilanzen auch Auskunft über den Grad der Selbstversorgung oder den Pro-Kopf-Verbrauch. Einige aktuelle Versorgungsbilanzen stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor: Ölsaaten, Zucker sowie Obst und Gemüse.
Viel Spaß beim Lesen!
Neu bei uns: Das LeguDash
Das LeguDash, kurz für Leguminosen Dashboard, ist eine interaktive Grafik, die umfassende Informationen rund um die vier großen Körnerleguminosen Ackerbohne, Erbse, Lupine und Soja bündelt. Das Ziel des LeguDash: Transparenz entlang der Wertschöpfungskette schaffen und so einen Marktüberblick und Entscheidungshilfen für zum Beispiel Landwirtinnen und Landwirte oder Forschende bieten.
Das LeguDash sowie das enthaltene Prognosemodell für Preise, der "Soester Leguminosenindex", wurde vom Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Soest entwickelt.
Laut vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) ist der Verbrauch von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr 2024/25 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 3,5 Prozent auf acht Millionen Tonnen gestiegen. Die gesamte Menge wurde, wie in den Jahren zuvor, als Futter verwendet.
Ölkuchen und -schrote aus Raps- und Rübsensamen sowie aus Sojabohnen hatten mit etwa 4,3 Millionen Tonnen (53 Prozent) und 3,1 Millionen Tonnen (38 Prozent) den größten Anteil am Verbrauch. Ölkuchen und -schrote aus Palmkernen, Sonnenblumen und sonstigen Ölsaaten spielten lediglich eine untergeordnete Rolle. Auf sie entfielen zusammen rund acht Prozent des Verbrauchs.
Insgesamt stellten die Zuckerfabriken in Deutschland 2024/25 rund 4,7 Millionen Tonnen Zucker her. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Kilogramm auf 33,2 Kilogramm. Darin enthalten sind auch Mengen, die nicht verzehrt werden, beispielsweise Flüssigkeiten aus Konserven, die zwecks Haltbarkeit gezuckert sind.
Wie viel Zucker in die industrielle Verwertung floss, erfahren Sie auf unserer Seite zur Versorgungsbilanz Zucker.
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 verwendeten die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland rund 20,5 Kilogramm Tomaten pro Kopf. An zweiter Stelle folgte die Gruppe der Möhren, Karotten und roten Rüben mit elf Kilogramm je Kopf.
Insgesamt wurden 2024/25 etwa 99 Kilogramm Gemüse sowie 69 Kilogramm Obst pro Kopf verwendet. Aber Achtung: Diese Zahlen beinhalten nicht nur frische Ware, sondern auch Verarbeitungs- beziehungsweise Industrieware umgerechnet in Frischgewicht.
Mehr Auszubildende zur Landwirtin und zum Landwirt
2024 befanden sich 31.644 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis in einem der “14 Grünen Berufe”. Die größte Gruppe stellten dabei die Gärtnerinnen und Gärtner mit 12.237 Auszubildenden. Gegenüber 2023 ging die Zahl jedoch um 843 Auszubildende zurück. Darauf folgte die Ausbildung zum Landwirt und zur Landwirtin mit 9.405 Lernenden und damit 321 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Ein Viertel davon waren Frauen.
Wie gefragt die weiteren Ausbildungsberufe waren und welche Grünen Berufe überwiegend Frauen wählen, lesen Sie auf unserer Seite zur Beruflichen Bildung.
In der Woche vom 19. bis 23. Januar boten die Händlerinnen und Händler auf den deutschen Großmärkten überwiegend Gemüsepaprika aus Spanien an. Die Verfügbarkeit viel relativ knapp aus, weshalb die hohen Preise der Vorwoche erhalten blieben oder sogar noch weiter stiegen. Die Nachfrage war dementsprechend eher begrenzt. In der Folge sanken vereinzelt die Preise für rote und grüne spanische Paprika.
Mehr zu Gemüsepaprika auf den deutschen Großmärkten finden Sie in unserem wöchentlichen Markt- und Preisbericht Obst und Gemüse.