In den vergangenen Monaten ist der weltweite Handel immer wieder in den Schlagzeilen gewesen. Zum einen, wenn er durch zum Beispiel Zölle beschränkt werden soll. Zum anderen, wenn Handelshemmnisse abgebaut werden. Zuletzt hat die EU ein Freihandels-abkommen mit Indien unterzeichnet. Nun wurde ein weiteres Abkommen mit Australien angekündigt. Welche Erzeugnisse aus dem Agrar- und Ernährungsbereich bisher zwischen den jeweiligen Handelspartnern flossen, erfahren Sie hier im Newsletter.
Des Weiteren beleuchten wir, wie viel Kakao die Menschen in Deutschland verbrauchten und wie viel Ausbildungsverträge im landwirtschaftlichen Bereich geschlossen wurden. Und für alle, für die es noch etwas mehr Agrarstatistik sein darf, stellen wir unser neues Statistisches Jahrbuch 2025 vor. Die erste Ausgabe erschien übrigens 1956! Die Erstausgabe und alle weiteren Jahrgänge finden Sie auf unserer Internetseite.
Viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe unseres Agrarstatistik-Newsletters.
Was handeln die EU und Indien?
Die EU und Indien haben ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Darunter fallen auch landwirtschaftliche Produkte. Unter anderem werden Zölle auf Wein oder Süßwaren aus der EU gesenkt. Doch schon jetzt werden Agrar-Güter zwischen beiden Partnern gehandelt.
Welche Produkte die EU aus Indien einführt und was exportiert, erfahren Sie auf unserer neuen Seite mit interaktivem Tool zum Außenhandel mit Indien.
Die EU und Australien verhandeln aktuell ein Freihandelsabkommen. Doch bereits jetzt existieren enge Handelsbeziehungen. Die EU exportierte 2024 vor allem Backwaren sowie Fleisch und Fleischwaren, darunter in erster Linie gefrorenes Schweinefleisch, nach Australien. Auf der anderen Seite führte die EU Rapssamen im Wert von rund einer Milliarde Euro aus Australien ein.
Mehr Details zum Handel finden Sie auf unserer neuen Seite zum EU-Agrarhandel mit Australien.
Ob zu Ostern, zu Weihnachten oder zum Geburtstag: Kakao und kakaohaltige Produkte sind das ganze Jahr über beliebt. Durchschnittlich 3,1 Kilogramm Kakao verbrauchten die Menschen in Deutschland dabei im Wirtschaftsjahr 2024/25 pro Kopf. Insgesamt entsprach das einem Nahrungsverbrauch von rund 256.000 Tonnen Kakaomasse. Darin enthalten sind auch verarbeitete Erzeugnisse, wie Schokolade, kakaohaltige Brotaufstriche oder Kakaoglasur.
Das Wirtschaftsjahr für Kakao geht von Oktober bis September. Wie bei allen Versorgungs-bilanzen für pflanzliche Produkte wird hier als Bezugszeitraum das Wirtschaftsjahr, statt des Kalenderjahres verwendet. Je nach Produkt beginnt das Wirtschaftsjahr zu verschiedenen Zeitpunkten. Das liegt daran, dass die pflanzlichen Erzeugnisse zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr geerntet werden.
Wie viele Ausbildungsverträge wurden im landwirtschaftlichen Bereich geschlossen?
Im Jahr 2025 wurden 13.695 Ausbildungsverträge im Bereich der Landwirtschaft neu abgeschlossen. Das sind knapp drei Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Verträge im landwirtschaftlichen Bereich nahezu konstant geblieben.
Mehr zur Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich erfahren Sie auf unserer Seite zum Ausbildungsmarkt.
Schon seit 1956 bietet das Statistische Jahrbuch einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Zahlen zum Thema Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Jetzt wurde das Nachschlagewerk für das Jahr 2025 veröffentlicht.
Sie finden die Kapitel und die einzelnen Tabellen sowie das gesamte Jahrbuch als PDF-Datei zum Download auf unserer Seite zum Statistischen Jahrbuch.
Auf den deutschen Großmärkten gaben in der Woche vom 16. bis 20. Februar Orangen der Sorten Navelate, Salustiana und Lane Late aus Spanien den Ton an. Ihre Verfügbarkeit hatte sich ein wenig begrenzt, ebenso die der Importe aus der Türkei in Form von Washington Navel. Im Bereich der Blutorangen dominierten die Sorten Moro und Tarocco das Angebot. Ergänzt wurde es durch Sanguinelli und die rotfleischige Navel-Orange Cara Cara aus Spanien. Saftware wurde bevorzugt gekauft.
Mehr zu Orangen auf den deutschen Großmärkten finden Sie in unserem wöchentlichen Markt- und Preisbericht Obst und Gemüse.