Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen langsam - Ende März ist der Frühling in voller Blüte. Passend zur bevorstehenden Osterzeit hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) die Versorgungsbilanz Eier veröffentlicht. Wie sich der Eier-Verbrauch entwickelt hat, erfahren Sie in dieser Ausgabe des BZL-Agrarstatistik-Newsletters. In unserem Quiz für Agrar-Versteher beschäftigen wir uns mit Spargel, denn die Spargelsaison hat begonnen. Außerdem hält unser Newsletter spannende Zahlen zu den Milcherzeugerpreisen, Futtermitteln und dem Agrar-Außenhandel von Deutschland für Sie bereit.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserem März-Newsletter!
Eierverbrauch gestiegen
2025 haben die Menschen in Deutschland rechnerisch 252 Eier pro Kopf verbraucht - vier Stück mehr als ein Jahr zuvor. Dies zeigen die vorläufigen Angaben des BZL. Der Bestand an Legehennen ging im gleichen Zeitraum zurück, die Legeleistung je Henne ist hingegen gestiegen.
Wie viele Eier eine Legehenne durchschnittlich im Jahr legt und wie sich die Versorgung in Deutschland im vergangenen Jahr im Detail entwickelt hat, erfahren Sie in unserer Eierbilanz.
Wie entwickelten sich die Milcherzeugerpreise 2025?
In der ersten Jahreshälfte 2025 haben sich die Auszahlungen an die milcherzeugenden Betriebe als sehr stabil erwiesen. Im weiteren Verlauf setzte bei den Preisen für konventionell erzeugte Kuhmilch ein deutlicher Abwärtstrend ein.
Im Jahresdurchschnitt 2025 erhielten die Milcherzeugerinnen und -erzeuger für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 3,4 Prozent Eiweiß und vier Prozent Fett 52,24 Cent pro Kilogramm. Im Vergleich zu 2024 waren das rund vier Cent mehr. Für ökologisch erzeugte Kuhmilch zahlten die Molkereien 65,94 Cent je Kilogramm.
Mehr zu den Hintergründen der Preisentwicklung erfahren Sie auf unserer Seite zu den Milcherzeugerpreisen.
Käse aus Frankreich, Kaffee aus Brasilien, Schalenfrüchte aus den USA
- diese landwirtschaftlichen Produkte importierte Deutschland 2025 - gemessen am Wert und nach vorläufigen Zahlen - am meisten aus den jeweiligen Ländern. Auch die deutsche Landwirtschaft exportierte ihre Erzeugnisse. Wertmäßig nahmen dabei zum Beispiel beim Handel mit Italien und den Niederlanden Fleisch und Fleischwaren den ersten Platz ein. Unter den Agrar-Exporten nach Frankreich lagen Kakao und Kakaoerzeugnisse auf Platz eins, darunter vor allem Schokolade.
Mehr zum Außenhandel von Deutschland mit diesen und weiteren ausgewählten Ländern erfahren Sie auf unserer Seite zum deutschen Außenhandel.
97 Prozent des Futtermittelaufkommens in Deutschland wurden im Wirtschaftsjahr 2024/25 im Inland erzeugt - bezogen auf den Naturalwert waren dies rund 170 Millionen Tonnen. Betrachtet man hingegen die physiologische Wertigkeit der Futtermittel, wie zum Beispiel den Anteil an verdaulichem Eiweiß, ergibt sich ein anderes Bild. Rund ein Viertel des Futteraufkommens an verdaulichem Eiweiß stammte aus importierten Futtermitteln. Dies verdeutlicht die erhebliche Bedeutung von Importfuttermitteln für die Tierfütterung in Deutschland.
In der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2025/26 (Juli bis Dezember 2025) lag die Getreidevermahlung bei 4,6 Millionen Tonnen. Den größten Anteil davon machte Weichweizen mit rund 3,9 Millionen Tonnen aus (85 Prozent). Die daraus entstandenen Mahlerzeugnisse werden zum Backen von Broten, Brötchen und süßen Backwaren verwendet. Außerdem vermahlten die deutschen Mühlen rund 0,3 Millionen Tonnen Roggen und jeweils circa 0,2 Millionen Tonnen Hartweizen und Dinkel.
Mehr rund um Getreide und die Getreidevermahlung erfahren Sie auf unserer Seite zum Agrarmarkt Getreide.
In der Woche vom 16. bis 20. März schrumpfte die Verfügbarkeit von Mandarinen auf den deutschen Großmärkten spürbar und auch die Qualität der Früchte überzeugte nicht mehr durchgängig. Außerdem verminderte sich die Nachfrage merklich. Das Angebot wurde von Mandarinen aus Spanien dominiert, vor allem der Sorten Nadorcott und Tangold. Die Preise tendierten oftmals ein wenig abwärts, da die Verkäufer so größere Überhänge vermeiden wollten.
Mehr zu Mandarinen auf den deutschen Großmärkten finden Sie in unserem wöchentlichen Markt- und Preisbericht Obst und Gemüse.