Der Frühling zeigt sich an manchen Tagen bereits von seiner schönen Seite. Da lohnt es sich den Grill auszupacken. Doch was kommt darauf? Vielleicht Fleisch, Käse oder Gemüse? In der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters erfahren Sie, wie es um die Erzeugung, den Handel und den Verzehr von diesen und weiteren Produkten steht. Finden Sie es heraus und testen Sie, wie immer, Ihr Wissen in unserem Quiz für Agrar-Versteher.
Viel Spaß mit der April-Ausgabe des Agrarstatistik-Newsletters!
Fleischverzehr steigt wieder
Laut vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) aßen die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 2025 pro Person 54,9 Kilogramm Fleisch. Damit stieg der Fleischverzehr verglichen mit dem Vorjahr um 1,4 Kilogramm pro Person. Der Hauptgrund dafür: Ein Allzeithoch von knapp 15 Kilogramm Geflügelfleischverzehr pro Person.
Einen ausführlichen Bericht zur Fleischerzeugung, zum Außenhandel und zum Selbstversorgungsgrad finden Sie auf unserer Seite zur Fleischbilanz.
Nach vorläufigen Angaben des BZL verbrauchten die Menschen in Deutschland 2025 pro Person rund ein Kilogramm Käse sowie ein Päckchen Butter (250 Gramm) mehr als noch 2024. Bei Konsummilch hingegen sank der Pro-Kopf-Verbrauch um rund ein Kilogramm auf 45 Kilogramm.
Inwieweit die Produktion in Deutschland unseren Bedarf deckt, erfahren Sie auf unserer Seite zu den Versorgungsbilanzen Milch und Milcherzeugnisse.
Im Jahr 2025 wurden deutschlandweit rund 976.400 Bienenvölker gehalten und damit etwa vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Honigertrag pro Volk stieg hingegen auf 39,4 Kilogramm und übertraf den bereits hohen Ertrag von 36,3 Kilogramm im Jahr 2023 deutlich. Der Honigertrag ist in erster Linie witterungsabhängig. Bei zu nassem oder kalten Wetter können die Bienen keinen Nektar sammeln und der Honigertrag sinkt.
Das BZL hat die Ergebnisse der Zuckerrübenkampagne 2025/26 veröffentlicht. Demnach wurden weniger Zuckerrüben an die Fabriken angeliefert und verarbeitet als ein Jahr zuvor.
Der Zuckergehalt der Rüben lag bei 17,6 Prozent und fiel damit höher aus als im Vorjahr. An das Rekordjahr 2018, in dem ein Zuckergehalt von 19,3 Prozent ermittelt worden war, reichte das Ergebnis jedoch nicht heran.
Weitere Daten rund um die Zuckerkampagne 2025/26 und die Vorjahre finden Sie auf unserer Seite zum Zucker.
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 erzeugten die deutschen Winzerinnen und Winzer laut vorläufigen Zahlen 7,8 Millionen Hektoliter Wein. Mit 17,9 Millionen Hektolitern war die im Inland verwendete Menge im selben Jahr mehr als doppelt so hoch. Der Selbstversorgungsgrad lag somit bei 44 Prozent. Da die heimisch produzierte Menge die Nachfrage nicht vollständig decken konnte, importierte Deutschland Wein aus anderen Ländern, wie Frankreich und Italien.
Wie hoch die Ein- und Ausfuhr von Wein oder der Pro-Kopf-Verbrauch war, erfahren Sie auf unserer Seite zur Weinbilanz.
Insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz (ohne Rinde) wurden 2025 in deutschen Wäldern eingeschlagen. Mit 79 Prozent war der größte Teil davon Nadelholz. Die restlichen 21 Prozent machte Laubholz aus. Zum Nadelholz zählen Nadelbäume wie Fichte, Kiefer, Lärche und Douglasie; zu Laubholz gehören Laubbäume wie zum Beispiel Buche, Eiche und Roteiche.
Welche Holzart wurde davon 2025 am meisten eingeschlagen? Finden Sie es auf unserer Seite zur Holzeinschlagsstatistik heraus.
Auf den Großmärkten in Deutschland wurde in der Woche vom 13. bis 17. April vorwiegend deutscher Spargel angeboten. Weiße Stangen kamen daneben noch aus Griechenland, Italien, den Niederlanden und Belgien, violetter Spargel nur aus Griechenland. Beim Grünspargel ergänzten spanische, italienische, griechische und polnische Artikel.
Traditionell schwächt sich das Interesse an Spargel nach Ostern ab. Die Händler auf den Großmärkten senkten daher vielerorts die Preise, sodass sich das Preisniveau für weiße Stangen um die neun Euro je Kilogramm und für violette Stangen um die 7,50 Euro je Kilogramm bewegte.
Mehr zu Obst und Gemüse auf den deutschen Großmärkten finden Sie in unserem wöchentlichen Markt- und Preisbericht.