Regional, bio oder bioregional – was bringt welche Mehrwerte?
Regional oder Bio – was ist nachhaltiger? Viele verbinden kurze Transportwege automatisch mit Klimaschutz. Doch aktuelle wissenschaftliche Bewertungen zeigen: Regionalität allein reicht oft nicht aus. Eine neue Stellungnahme des Begleitausschusses der Biostrategie 2030 beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zeigt, warum die Kombination aus Bio und Regionalität die größten Mehrwerte bietet.
Selbstversorgung mit regionalen Bio-Produkten in der Gemeinschaftsverpflegung?
Eine Machbarkeitsanalyse für den Landkreis und die Stadt Kassel zeigt: Die Versorgung der Gemeinschaftsverpflegung mit bioregionalen Lebensmitteln wäre bei vielen Grundnahrungsmitteln möglich. Der Flaschenhals liegt nicht in der Primärproduktion, sondern an mangelnden Strukturen für die (Vor-)Verarbeitung und an einer bisher instabilen Nachfrage. Prof. Christian Herzig von der Justus-Liebig-Universität Gießen erläutert im Interview die Handlungsempfehlungen.
Insektensterben: Warum das Verschwinden der Insekten uns alle betrifft
Das Insektensterben bedroht die biologische Vielfalt weltweit. Denn die meisten Obst- und Gemüsepflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Außerdem dienen Insekten zahlreichen Vogelarten und anderen Tieren als wichtige Nahrungsquelle. Die vielfältigen Leistungen der Insekten in der Natur zeigt der Kinofilm “Insekten - Helden im Verborgenen”. Der begeistert uns für Insekten und zeigt, wie Landwirtinnen und Landwirte insektenfreundlich arbeiten können. Aber auch wir können etwas gegen Insektensterben in Deutschland unternehmen.
Die „Bio Komm' mit“-Werkzeugkiste: Praxishilfen für Kommunen
„Bio Komm' mit“ unterstützt Kommunen bei dem Ausbau von Bio-Angeboten vor Ort. Die Werkzeugkiste bündelt Leitfäden, Checklisten, Argumentationshilfen und weitere Arbeitsmittel – von den Grundlagen für kommunale Bio-Verantwortliche bis hin zu bewährten Ansätzen für Vernetzung, Beschaffung und Gemeinschaftsverpflegung.
Tomatenrostmilbe im Bio-Anbau erfolgreich kontrollieren
Wie lässt sich die Tomatenrostmilbe (TRM) im ökologischen Anbau wirksam bekämpfen? Dieser Frage widmete sich das Kretschab-Projekt in Versuchen auf Versuchsstationen und Praxisbetrieben. Im Fokus standen der Einsatz von Nützlingen sowie Strategien zur Früherkennung, Sortenwahl und weiteren Maßnahmen für ein erfolgreiches TRM-Management.
Auf dem Florahof im Norden Potsdams baut Familie Schüler seit vielen Jahren saisonales Bio-Gemüse im Freiland und Folienhaus an. Das Gemüse wird über den Hofladen, Abo-Kisten und auf Bio-Märkten in Berlin verkauft.
Vor den Sommerferien: Warum Kommunen das Schulmittagessen jetzt planen sollten
(29.6.2026) Mit dem neuen Schuljahr rückt der Ganztag näher an den Alltag vieler Familien. Die Initiative BioBitte zeigt, welche Fragen Kommunen vor den Sommerferien klären sollten – und warum gute Mittagsverpflegung ein wichtiger Baustein für Teilhabe, Qualität und nachhaltige öffentliche Beschaffung ist.
AöL UnternehmerInnenTag: Resilientes Wirtschaften durch kooperatives Handeln
(29.6.2026) Steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und wachsender Wettbewerbsdruck stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie können sich Bio-Hersteller in einem zunehmend anspruchsvollen Markt behaupten und gleichzeitig nachhaltig wirtschaften? Mit dieser Frage beschäftigte sich der UnternehmerInnentag der Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) im Museum im Kulturspeicher in Würzburg.
Kreuzung alter Hühnerrassen mit modernen Hybriden bietet Potenzial
(26.6.2026) Forschende haben untersucht, wie sich die Kreuzung alter, einheimischer – und zum Teil gefährdeter – Hühnerrassen mit modernen Linien auf Leistung, Tiergesundheit, Robustheit, Verhalten oder Anpassungsfähigkeit der Tiere auswirkt. Das Ergebnis: Die Kombination kann sich lohnen – sowohl im Ökolandbau als auch in konventioneller Haltung. Gleichzeitig trägt sie zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.
Jetzt voranmelden: Dialogwerkstatt "Bio next level"
(25.6.2026) Wo bestehen noch Potenziale für Innovationssprünge in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft? Wie können diese durch Forschung begleitet und unterstützt werden? Welche Out-of-the-Box-Denkansätze eröffnen neue Perspektiven? Diese Fragen stehen im Fokus der Dialogwerkstatt "Bio next level: Perspektiven aus Forschung, Beratung und Praxis" am 5. und 6. Oktober 2026 in Berlin.
Neue Studie zeigt Vorteile vielfältiger Kulturen im Ackerbau
(24.6.2026) Mit welchen Anbaustrategien können landwirtschaftliche Betriebe besser mit Ertragsrisiken durch den Klimawandel und schwankenden Preisen auf dem Absatzmarkt für Agrarprodukte umgehen? Eine Studie des ZALF, die im Fachjournal Agricultural Systems veröffentlicht wurde, zeigt anhand von Modellrechnungen, dass Betriebe ihr Einkommensrisiko deutlich senken können, wenn sie auf Diversifizierung, also vielfältigere Anbaumethoden setzen.
Nach EU-Entscheidung zu neuen Gentechniken: Biosaat- und Pflanzgut gewinnen an Bedeutung
(23.6.2026) Mit der Entscheidung des Europäischen Parlaments vom 17. Juni zur Deregulierung neuer genomischer Techniken (NGT) verändern sich die Rahmenbedingungen für Pflanzenzüchtung in Europa. Für den ökologischen Landbau rückt damit eine zentrale Herausforderung stärker in den Fokus: die ausreichende Verfügbarkeit von ökologisch vermehrtem Saat- und Pflanzgut. Denn im Bio-Sektor bleiben neue gentechnische Verfahren weiterhin ausgeschlossen. Eine Plattform für Austausch und Vernetzung bietet die Saatgutkonferenz am 7. und 8. Juli 2026 in Fulda.
FiBL-Podcast: Dünger knapp, Lebensmittelpreise rauf – ist Bio der Weg in die Unabhängigkeit?
(22.6.2026) Die aktuellen geopolitischen Spannungen, wie der Krieg in der Ukraine oder Konflikte im Nahen Osten stören globale Lieferketten und treiben die Preise für Rohstoffe wie Dünger in die Höhe. In der neuen Podcast-Folge von "FiBL Focus" wird aufgezeigt, warum der Bio-Landbau mit seinen Kreislaufprinzipien einen vielversprechenden Weg zu mehr Unabhängigkeit und Resilienz bietet.