Die vergangenen Wochen brachten Hitze und Trockenheit nach Deutschland. Das geht auch an der Land- und Forstwirtschaft nicht spurlos vorbei. Das Getreide wird notreif und muss früher geerntet werden, Obst bekommt Sonnenbrand und das Gemüse ist kleiner als eigentlich möglich. Die Tiere haben Hitzestress. All dies beeinträchtigt die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte zur Zeit. Dazu kommt die Brandgefahr, sowohl auf dem Feld als auch im Wald. Wie viel Waldfläche im vergangenen Jahr verbrannt ist, erfahren Sie in unserem Newsletter. Weitere Themen sind der Holzeinschlag in Deutschland und wie viel Fisch in Deutschland an Land gebracht wurde.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und schöne Ferien!
Waldbrandstatistik 2025: Fläche so groß wie Norderney verbrannt
Ein extrem trockener Frühling begünstigte 2025 bereits im April das Entstehen von Waldbränden. Erst im September ging die Waldbrandgefahr zurück. Insgesamt wurden 1.175 Waldbrände in ganz Deutschland dokumentiert.
Die verbrannte Fläche belief sich auf rund 2.626 Hektar und lag damit deutlich über dem langjährigen Mittel von 844 Hektar (1991 bis 2024).
Welche Bundesländer besonders betroffen waren, lesen Sie auf unserer Seite zur Waldbrandstatistik.
Der Holzeinschlag lag 2025 bei insgesamt 57,3 Millionen Kubikmetern und damit rund 6,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Vor allem die Fichte verzeichnete Rückgänge: Der Einschlag ging um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. In den Jahren zuvor wurden noch viele Fichten aufgrund von Baumschäden gefällt.
Mehr zu den Entwicklungen der anderen Holzarten, finden Sie im Holzmarktbericht und auf unserer Seite zum Holzmarkt.
Anlandemenge und Erlöse der deutschen Fischerei gestiegen
Die deutsche Fischerei hat 2025 rund sieben Prozent mehr Fisch angelandet. Zudem sind die Erlöse gestiegen.
Das hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für das Jahr 2025 ermittelt. Insgesamt wurden rund 173.733 Tonnen Fisch angelandet. Die Erlöse stiegen um 32 Prozent auf 236,4 Millionen Euro, was vor allem durch die vermehrte Anlandung von höherpreisigen Fischen und Krustentieren wie Speisekrabbe, Kabeljau oder Schwarzer Heilbutt bedingt war.
Wie sich die Anlandemengen bei den einzelnen Fischarten entwickelten, erfahren Sie auf unserer Seite zur Anlandestatistik.
2025 wurden rund 16 Prozent der in Deutschland geernteten Hülsenfrüchte als Nahrungsmittel genutzt. Am höchsten war der Anteil bei Erbsen: Hier diente ein Viertel der menschlichen Nahrung. Bei Ackerbohnen hingegen waren es nur sechs Prozent. Der mit Abstand überwiegende Teil der Ernte wurde an Nutztiere verfüttert, entweder direkt bei der anbauenden Landwirtin oder dem anbauenden Landwirt oder als weiterverarbeitetes Futtermittel.
Ausführliche Informationen zu Anbau und Ernte von Hülsenfrüchten, ihren Absatzmärkten und mehr, finden Sie in dem neuen Marktbericht Hülsenfrüchte.
Laut Bundestierärztekammer gibt es in Deutschland immer weniger niedergelassene, dafür aber mehr angestellte Tierärztinnen und Tierärzte. Im gesamten tierärztlichen Bereich arbeiteten 2025 rund 34.480 Personen. Davon waren 72 Prozent weiblich.
Detaillierte Zahlen rund um die tierärztliche Versorgung finden Sie auf unserer Seite zum Veterinärwesen.
In repräsentativ ausgewählten Betrieben, den sogenannten Testbetrieben, werden spezielle Buchführungsabschlüsse erstellt, aufbereitet und vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ausgewertet. So sollen aktuelle und repräsentative Unterlagen zur Feststellung der Lage der Landwirtschaft einschließlich des Weinbaus und Gartenbaus bereitgestellt werden.
Neu erschienen ist für den Bereich Landwirtschaft die Broschüre: Die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe 2024/25. Das Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland entwickelte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2024/25 im Durchschnitt aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen weitgehend stabil.
Umfangreiches Angebot an Pfirsichen und Nektarinen
In der Woche vom 20. bis 24. Juli kamen Pfirsiche und Nektarinen auf den deutschen Großmärkten zum größten Teil aus Spanien, gefolgt von Italien. Anlieferungen aus der Türkei, Frankreich und Griechenland ergänzten das Angebot. Das Interesse der Kundschaft konnte mit dem umfangreichen Pfirsich- und Nektarinen-Sortiment nicht immer Schritt halten. So senkten die Händlerinnen und Händler mitunter die Preise, wodurch sich der Verkauf beschleunigte.
Mehr zu Pfirsichen und Nektarinen auf den deutschen Großmärkten finden Sie in unserem wöchentlichen Markt- und Preisbericht.